Hetze, Desinformation und Antisemitsmus bei der “Bewegung Leipzig”

Seit gut zwei Monaten überzieht die selbsternannte „Bewegung Leipzig“ das Leipziger Stadtgebiet mit Kundgebungen und Demonstrationen. Das Orga-Team und die Teilnehmer*innen der Demonstrationen und Kundgebungen geben vor, sich für Freiheit und Grundrechte einzusetzen.Viele der Akteur*innen kommen aus dem esoterisch eingestellten Milieu der Impfskeptiker, aber auch Reichsbürger, Neonazis und Personen aus dem Spektrum der Friedensbewegung finden sich auf den Demos und im Orga-Team. Den Minimalkonsens für Aktionen in diesem heterogenen Personenkreis bildet die Affinität zu Verschwörungsmythen. Auf Basis der Annahme, dass geheime Mächte im Hintergrund die Welt regieren bzw. dabei sind die Welt nach ihren Vorstellungen umzugestalten, vertritt die „Bewegung Leipzig“ grob gesagt die These, dass die Infektionsschutzmaßnahmen nicht der Eindämmung der Infektionen mit Covid-19 dienen, sondern einzig und allein der Einschränkung der Grundrechte der Bevölkerung. Das Schlagwort „Corona-Diktatur“ macht die Runde. Durch die medial geschürte Panik vor dem Virus, der nicht schlimmer als eine normale Grippe sein soll, sollen die Menschen gefügig gemacht werden und freiwillig auf Selbstbestimmung verzichten. Die “Bewegung Leipzig”, deren Akteur*innen teilweise auch aus dem linksalternativen Milieu stammen, nimmt für sich in Anspruch, diejenigen zu vertreten, die dieses Spiel durchschaut haben. Sie bezeichnen sich als „aufgewacht“ und grenzen sich von den „Schlafschafen“ ab, die alles kritiklos über sich ergehen lassen. Von Alex Fischer

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